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Warum Schmerzmedikamente Schmerzen beseitigen, aber gleichzeitig Ihr Herz schädigen − und wie Sie dies verhindern

In einer wissenschaftlichen Studie hat sich gezeigt, dass bei einer regelmäßigen Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, so genannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), ein anderthalbfach höheres Risiko besteht an Bluthochdruck zu erkranken bzw. einen bestehenden Bluthochdruck zu verschlimmern. 

NSAR finden sich zum Beispiel in Tabletten  gegen chronische Gelenkentzündungen oder Asthma. Dazu gehören unter anderem: 


• Acetylsalicylsäure (z. B. ASS®, Aspirin&;, Godamed)
• Ibuprofen (z. B. Advel®, Aktren®, Dolormin®, Ibuhexal®)
• Naproxen (z. B. Aleve®, Dysmenatgit®,Proxen®)
• Diclofenac (z. B. Allvoran®, Arthotec®, Diclac®, Voltaren®)
• Meloxicam (z. B. Meloxicam AL®,Mobec®)
• Piroxicam (z. B. Piroxicam AL®, Piroxicamratiopharm®)
• Indometacin (z. B. Indomet ratiopharm®, Indometacin AL®)
• Ketoprofen (z. B. Alrheumum®, Gabrilen®, Spondylon®)
• Coxibe (z. B. Celebrex®, Onsenal®, Dynastat®)

 

NSAR hemmen die Bildung bestimmter Hormone (Prostaglandine). Das bewirkt einerseits die gewünschte Entzündungshemmung und Schmerzlinderung. Andererseits rufen die Prostaglandine eine verminderte Nierendurchblutung hervor. In der Folge kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße und zu einer verminderten Ausscheidung von Wasser über die Niere. Diese Faktoren 

• verringern die Wirkung von Herzmedikamenten
• steigern den Blutdruck
• verschlechtern eine bestehende Herzschwäche.

 

Welche Schmerzmedikamente besonders folgenreich für Ihre Gefäßgesundheit sind und die Wirksamkeit 

Kombination 
Coxibe (z. B. Celebrex®, Onsenal®, Dynastat®)

Wechselwirkung
Als Herz-Kreislauf-Patient (koronare Herzkrankheit, (KHK), symptomatische Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Schlaganfall, Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen der Beine) sind Sie besonders gefährdet, wenn Sie Schmerzmittel mit diesem Wirkstoff einnehmen. 
Denn nachgewiesenermaßen führt der Wirkstoff zu einer Zunahme von Herzinfarkten. 

Empfehlung
Haben Sie eine der genannten Erkrankungen, rate ich Ihnen, die Coxibe-Medikament abzulehnen, wenn Ihr Arzt Ihnen diese verschreiben möchte. Suchen Sie gemeinsam nach einer Alternative. Auch wenn Sie gesund, aber älter als 65 Jahre sind, ist Vorsicht geboten.


 

Kombination
ACE-Hemmer/AT1-Rezeptor-Blocker (Sartane) und NSAR (z. B. Ramipril, Enalapril, Diovan®, Atacand®)

Wechselwirkung
•Nierenfunktion wird eingeschränkt, wodurch nicht mehr ausreichend  Kalium ausgeschieden wird. Die Folge sind Herzrhythmusstörungen. 
•Blutdrucksenkende Wirkung der Medikamente wird gemindert. 
•Es tritt eine Gefäßverengung und vermehrte Flüssigkeitseinlagerung auf, was den Blutdruck steigen lässt.

Empfehlung
Lassen Sie regelmäßig Ihren Kaliumspiegel kontrollieren.

 


 

Kombination

Beta-Blocker und NSAR

Wechselwirkung
NSAR stören die Bildung von Botenstoffen, die die Aufgabe haben, die Gefäße weit zu stellen. Da diese Stoffe fehlen, kommt es zu einer Gefäßverengung, wodurch der Blutdruck steigt. Insgesamt wird also der blutdrucksenkende Effekt der Beta-Blocker abgeschwächt.

Empfehlung
Weichen Sie auf ein anderes Schmerzmittel, wie z. B. Paracetamol, aus. 


 


Kombination
Digitalis und NSAR (z.B. in Novodigal®, Digimerck®, Lanitop®)

Wechselwirkung
NSAR und Digitalis benötigen Trägereiweiße. Diese stehen im Blut nur in geringer Menge zur Verfügung. Nehmen Sie ein NSAR ein, verdrängt dieses Digitalis aus der Eiweißbindung. Dadurch wird verstärkt Digitalis freigesetzt, seine Wirkung verstärkt sich ebenfalls. Das kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.

Empfehlung
Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, wenn Sie Symptome wie Herzrhythmusstörungen, Gelbsehen oder Erbrechen haben.

 


 

Kombination
Diuretika und NSAR

Wechselwirkung
Diuretika sind wassertreibende Mittel. NSAR hingegen führen zu Wasseransammlungen im Gewebe. Nehmen Sie NSAR längerfristig ein, wirken die Diuretika nicht mehr richtig. Die Folge: Der Blutdruck steigt und Ihr Herz wird belastet. Besonders stark tritt dieser Effekt bei der Kombination von NSAR und sogenannten kaliumsparenden Diuretika auf (z. B. Triamteren, Amilorid und Spironolakton).

Empfehlung
Lassen Sie regelmäßig Ihren Kaliumspiegel kontrollieren.

 


 

Kombination
Acetylsalicylsäure und Ibuprofen 

Wechselwirkung
Acetylsalicylsäure verhindert das Verklumpen der Blutplättchen, wodurch das Blut "verflüssigt" wird. Das Risiko einer Thrombose und eines Herzinfarktes wird dadurch gesenkt. Ibuprofen hingegen hebt diese blutverdünnende Eigenschaft auf.

Empfehlung
Nehmen Sie diese beiden Wirkstoffe nicht in Kombination ein.

 


 

Kombination

Herzmedikament (ACE-Hemmer) und Gichtmedikament (Allopurinol, z. B. Allobeta®, Allopurinol AL®, Zyloric®)

Wechselwirkung
Diese Wirkstoffkombination führt häufig zu starken Nebenwirkungen, die durch eine Beeinträchtigungen des Immunsystem ausgelöst werden. Vielfach kommt es zu Hautreaktionen (Hautjucken, Bläschen) und einer Verschlechterung der Nierenfunktion.

Empfehlung
Wenn möglich: Andere Wirkstoffkombination wählen.


 

 

Besondere Empfehlung

Generell wird geraten, Schmerzmittel nicht auf eigene Faust länger als drei bis vier Tage hintereinander einzunehmen.  Außerdem sollten Sie nie zwei verschiedene  Präparate gleichzeitig einnehmen. Wenn Sie wegen einer Erkrankung regelmäßig  große Mengen NSAR einnehmen müssen, sollten Sie, Ihrem  Blutdruck zuliebe mit Ihrem Arzt über eine andere Möglichkeit der Behandlung zu sprechen. Als Alternative eignen sich zum Beispiel Paracetamol oder einige schmerzlindernde Salben. Und vergessen Sie nie, die Beipackzettel der von Ihnen verwendeten Medikamente genau durchzulesen.  Es gibt viele weitere Stoffe, die Bluthochdruck verursachen können − dazu zählen auch Verhütungspräparate,  Nasentropfen oder Schlankheitsprodukte. Wenn Sie solche Nebenwirkungen bei  sich vermuten, dann sprechen Sie dringen vorab mit Ihrem Arzt, damit Sie ein anderes Produkt anwenden können.

Tipp:
Versuchen Sie es alternativ mit natürlichen Schmerzkillern. Dazu zählt die Weidenrinde. Sie enthält den gleichen Wirkstoff wie Aspirin, der bekämpft den Schmerz, aber im Vergleich zu Aspirin nebenwirkungsfrei. So bereiten Sie das Aspirin aus der Natur zu:

Setzen Sie zwei Teelöffel getrocknete Weidenrinde mit zwei Tassen kaltem Wasser an und lassen Sie diesen Ansatz über Nacht ziehen. Morgens seihen Sie den Ansatz ab und erwärmen ihn auf Trinktemperatur. Trinken Sie morgens und abends je eine Tasse von diesem recht bitteren Tee.

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